Die Veranstalter:

Vereinigung Kunstschaffender Unterfrankens e.V.

 

Bayerische Architektenkammer,

Treffpunkt Architektur

mit freundlicher Unterstützung

Artfilm wuerzburg
Das Spitäle in Würzburg wird auch 2018 wieder zum Lichtspielhaus und zeigt herausragende Künstler und ihre Werke aus der Welt der zeitgenössischen Kunst.

Immer wieder mittwochs um sieben: spannende Kunstfilmreihe im Spitäle

Die Termine: 7.02. / 14.02. / 21.02. / 28.02. 2018 / 19.00 Uhr

Die VKU, die Vereinigung Kunstschaffender Unterfrankens zusammen mit dem Treffpunkt Architektur Würzburg setzt auch 2018 ihre erfolgreiche ARTfilm-Reihe fort. Vier Filmabende beleuchten Perspektiven zeitgenössischer Kunst, die ihre Wirkung im öffentlichen Raum immer im Kontext mit der sie umgebenden Architektur entfaltet. Dazu Gespräche, Musik und Wein.
• Konzeptkunst
• Kunst im Öffentlichen Raum

• Kunst & Spiritualität

• Prozesshafte Installationen

Das Spitäle - einer der schönsten  Ausstellungsräume Würzburgs - wird an diesen Abenden immer selbst zum prägenden Part eines ungewöhnlichen „sozialen Kunstwerks“ werden. Verschiedene Referenten werden kurze und unterhaltsame Einführungen zu den Werken, den Künstlern  und den Filmbeiträgen geben. 


Vor und nach diesen insgesamt vier ARTfilm-Abendprogrammen ist immer  
Raum für Gepräche und Begegnungen...


Mittwoch 7.02. 19.00 Uhr

Themenabend Konzeptkunst

Ai Weiwei ist der prominenteste chinesische Gegenwartskünstler und schärfste Regimekritiker im eigenen Land. Er ist Teil der internationalen Kunstszene und der globalen Popkultur und inspiriert seine Anhänger in aller Welt. Im April 2011 verschwindet Ai Weiwei spurlos – niemand weiß, wo er ist und wie es ihm geht.
Weltweit regt sich Protest, die Menschen machen sich stark für ihn und fragen „Wo ist Ai Weiwei?“. Nach drei Monaten ist er plötzlich wieder da. Seit Juni 2011 steht Ai Weiwei unter politischem Hausarrest. Die junge Regisseurin Alison Klayman hat den international gefeierten Künstler und Aktivisten drei Jahre
lang begleitet. Sie hat mit langjährigen Wegbegleitern Ai Weiweis gesprochen, mit Künstlern und Autoren, aber auch sehr persönliche Gespräche zwischen Ai Weiwei und seiner Mutter Gao Ying aufgezeichnet und zeigt Ai Weiwei als Vater eines dreijährigen Sohnes. Ihr Porträt ermöglicht einen einzigartigen Einblick in Ai Weiweis Persönlichkeit, sein Privatleben und sein Schaffen: eine differenzierte Beschreibung des heutigen Chinas zwischen Willkür und Widerstand.
Aufschlussreiche und spannende Dokumentation über den weltweit anerkannten chinesischen Künstler und Politaktivisten Ai Weiwei. Regisseurin Alison Klayman begleitete ihn über zwei Jahre hinweg bei seiner künstlerischen und politischen Arbeit und im Familienkreis.

Mittwoch, 14.2. 19.00 Uhr

Themenabend Kunst im Öffentlichen Raum

Anish Kapoor zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. In seinen monumentalen Arbeiten verwischen die Grenzen zwischen Bildhauerei, Architektur und Malerei. Filmemacher Heinz Peter Schwerfel folgt Kapoor durch Ausstellungen auf der ganzen Welt, interviewt ihn in seinem Londoner Atelier und zeigt Kapoors zwölf Tonnen schwere aufblasbare Riesenskulptur „Leviathan“ im Pariser Grand Palais.

Mit Riesenspiegeln fängt er die Wolken, aus Farbpigmenten schafft er Skulpturen, seine Installationen sind schwindelerregend: Anish Kapoor 1954 in Indien geboren, in London lebend und Träger des renommierten Turner-Preises hat etwas von einem Magier. Er spielt mit den Räumen, die ihm geboten werden, und verleiht ihnen eine schwer zu beschreibende Form von Leere ein Nichts. Und das, obwohl seine Objekte oft größer sind als ein Einfamilienhaus. , , Regisseur Heinz Peter Schwerfel führt uns zu Retrospektiven nach Bilbao, Mumbai und Delhi, in die Windungen der »Cloud Gate« in Chicago und spricht mit dem Künstler in seinem Londoner Atelier über Kunst, Leere, Psychoanalyse und die Notwendigkeit schnellen Scheiterns. Beeindruckende Bilder der monumentalen Skulptur »Leviathan« im Grand Palais in Paris bilden den Abschluss des Film-Porträts.

Pressestimme: „Gewährt Einblicke, die sonst verwehrt bleiben.“

Mittwoch, 21.2. 19.00 Uhr

Themenabend Kunst & Spiritualität

DER »VERWUNDETE HEILER« – SPIRITUALITÄT ALS KUNST DER VERWANDLUNG UND REGENERATION

Der Aktionskünstler, Bildhauer, Kunsttheoretiker und Pädagoge Joseph Beuys, zeitlebens umstritten, anstößig im besten Sinne, wollte berühren und berührbar sein. Die seelische und körperliche Verletzlichkeit des Menschen war sein Thema. Nicht zufällig trägt eine seiner bekanntesten Installationen den Titel »zeige deine Wunde«.

Beuys, heute weltweit als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts angesehen, hegte tiefes Interesse für Mythologie, Schamanismus, Anthroposophie, Alchemie und Mystik. Vor allem aber war er ein »verwundeter Heiler« im Sinne C. G. Jungs, der unser zunehmend auf ökonomische Ziele und rationale Effizienz reduziertes Bewusstsein durch seine Arbeiten erweitern wollte.

Wie die alten Mythen, so bewegte sich Beuys in Bildern und Symbolen, die für ihn wichtige Quellen zur Entwicklung unserer verkümmerten Imagination waren. Sein berühmter Satz »Jeder Mensch ist ein Künstler« meinte, dass in jedem von uns schöpferische Kräfte wohnen, die unseren eigentlichen Wesenskern ausmachen. In den Zeiten von Post- und Postpostmoderne, zwischen Naturalismus, Ironie und Pop à la Jeff Koons erinnert der Film »Zeige deine Wunde« an Potenziale der Kunst, die im Verschwinden begriffen sind.

Mittwoch, 28.2. 19.00 Uhr

Themenabend Prozessorientierte Installationen

Beeindruckendes Filmporträt des dänischen Installationskünstlers.
"Olafur Eliasson - Space is Process" ist ein einzigartiges, intimes Portrait über einen der einflussreichsten Künstler unserer Zeit. Der Dokumentarfilm von Hendrik Lundo und Jacob Jorgensen folgt dem medienscheuen Künstler von 2004 bis 2009. Doch er geht weit über ein Portrait hinaus und strebt danach, Eliasson in seiner künstlerischen Mission zu begreifen: nämlich Installationen zu schaffen, welche die Umgebung des Betrachters und damit dessen Gemütszustand verändern. Inspiriert durch Licht, Wind, Nebel und Wasser simuliert Eliasson mit seinen technisch perfekten Installationen Naturphänomene, die eine intensive sinnliche Wahrnehmung evozieren und illusionistische Räume kreieren. Eliassons Arbeit bewegt sich in einem Bereich zwischen Natur und Technologie, zwischen Kunst und Wissenschaft. "Ich habe die besten Leute auf den verschiedensten Gebieten", sagt Eliasson. "Wir machen unentwegt Experimente." In dem Film wird der Zuschauer von Eliasson immer wieder mit Wahrnehmungsexperimenten konfrontiert - und sensibilisiert uns so in der Wahrnehmung unserer Umgebung.



Eliassons Installation "New York City Waterfalls",  Brooklyn Bridge (Foto©Michael-wikipedia)

Und danach: Afterparty, Gespräche, Wein und Musik

Interessante Leute und Freunde treffen, trockene Weine aus gutem Hause geniessen, dazu erlesene zeitgenössische Musik...

Eintritt 8,- € | Studenten 5,- €

einige Impressionen aus den Filmabenden im Spitäle Würzburg